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Herr Hussi erträgt das ebenfalls von Sigrun Glaser verkörperte Gegenmodell stoisch. Wenn er nicht gar insgeheim sich über die eine oder andere despektierliche Bemerkung amüsiert. Denn er bewundert Mira Blau, die unerreichbare Diva, die mit ihm spielt. Ebenso verfährt Grande Dame mit dem Publikum. „Eine Frau von heute sucht sich keinen Schlappschwanz, sondern einen Neandertaler“, lautet ihre Überzeugung. Deshalb ist sie ständig auf der Suche nach dem Begleiter, der zum Abendkleid passt, sowie nach vorgetesteten Gatten. Die sucht sie den jeweiligen Partnerinnen zu entführen – unversehrte Rückgabe (in so gut wie allen Fällen) garantiert. Mit Brigitte Mira haben sie auf der Bühne gestanden, ebenso mit Ulrich Roski, Elke Heidenreich lud sie ins Forum junge Künstler zum Hörfunkauftritt ein. Sponsorenpartys in der Villa Leonhardi im Frankfurter Palmengarten gehörten ebenso zu ihren gefeierten Bühnenabenden, wie Shows in Häusern von Bremen bis zum Bodensee. Sigrun Glaser ist mit der Musik der 20er und 30er Jahre aufgewachsen. Swing und Jazz erklangen im Hause Glaser täglich, denn ihr Vater war Pianist und begleitete in den 50er Jahren Lale Andersen auf ihren Tourneen. Sigrun Glaser spielte Cello und Klavier im Schulorchester, bevor sie als Frontfrau in einer Punkband sang. Steppen, Tanz und Musical kamen später zur klassischen Ausbildung hinzu, das Genre Gospel verfeinerte sie im Chor mit Dirk Raufeisen und im Gesangsunterricht bei der Blues- und Gospelsängerin Martha Cambridge. |